Gonyosoma oxyephalum

Spitzkopfnatter

Herkunft

Die Spitzkopfnatter ist in Südostasien weit verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Myanmar über Indonesien bis auf die Philipinen. Dort bewohnt sie ausschliesslich Bäume und Büsche in Gewässernähe oder Mangrovensümpfe.

Beschreibung

Ich verzichte ganz bewusst auf eine lange Beschreibung der Spitzkopfnatter, den Bilder sagen mehr als Worte. Ich beschränke mich deshalb auf eine Stichwortartige Beschreibung:

- ungiftig

- schlanker Körperbau

- Kopf nur leicht vom Körper abgesetzt

- Männchen kleiner als Weibchen

- rauhe Schuppen

- rot-brauner Schwanz

- lange Fangzähne, alle Zähne nach hinten gebogen

- runde Pupillen

Die Spitzkopfnatter wird von Laien, durch ihre giftgrüne Farbe, gerne mit der grünen Mamba verwechselt. Die Spitzkopfnatter wird bis 190cm lang, im Einzelfall bis 240cm. Wenn sich die Spitzkopfnatter bedroht fühlt bläht si ihren Hals auf um grösser zu erscheinen. Die Spitzkopfnatter ist keine Anfängerschlange, sie ist sehr aggressiv und beisst schnell zu. Durch ihre langen Fangzähne, welche sie in der Natur braucht um Vögel aus der Luft zu greifen, sind Bisse der Gonyosoma oxycephalum sehr schmerzhaft.

Haltung

Terrarium: Das Terrarium dient dazu, den Schlangen einen möglichst artgerechten, künstlichen Lebensraum zu schaffen. Der Tierschutz sagt, die Mindestgrösse für ein Pärchen adulter Gonyosoma ist, 1,0x0,5x1,0 der Gesamtlänge des grösseren Tieres. Das bedeutet, wenn das grössere Tier eine Gesamtlänge von 140cm hat, muss das Terrarium die Masse, 140x70x140cm (LxBxH), haben. Die Lufttemperatur sollte im Spitzkopfnatterterrarium zwischen 25 und 30°C liegen. Temperaturen um 30°C oder soger darüber, werden zwar von den Tieren akzeptiert, sollte aber nur als kurzfristige Spitze auftreten. Die Tiere werden sonst unnötig aktiv und nervös. Die Lufttemperatur sollte sich im Bereich von 70-90% aufhalten.

Beleuchtung: Für die Beleuchtungeines Spitzkopfnatterterrarium ist es nicht unbedingt notwendig, spezielle UV-Leuchten zu verwenden. Schlangen brauchen nicht, wie Schildkröten oder Echsen, UV-Beleuchtung um gesund zu bleiben.Ich empfehle allerdings trotzdem, spezielle UV-Lampen zu verwenden. Es gibt spezielle Lampen, die das Licht von schattigen Regenwäldern simuliert. Sie leuchten etwas bläulicher und sind nicht so hell.

Bodengrund: Es gibt mittlerweile so viel verschiedene Bodengrundsorten auf dem Markt, dass die Entscheidung nicht gerade leicht fällt. Es gibt auch Züchter die sagen, am besten eignet sich Zeitungspapier als Bodengrund. Für ein Quarantäneterrarium finde ich das ebenfalls die beste Lösung. Ich empfehle aber für das "normale" Terrarium Bodengrund aus dem Zoofachhandel . Es sieht optisch schon viel schöner aus und entschpricht zudem eher noch dem natürlicheen Lebensraum der Tiere.

Sonstige Ausstattung: In einem Gonyosomaterrarium dürfen folgende Einrichtungsgegenstände nicht fehlen. Viele Kletteräste. Als baumbewohnende Schlange dürfen natürlich viele Klettermöglichkeiten nicht fehlen. Wählen sie die Äste so, dass sie stabil genug sind und nicht unter dem Gewicht der Schlange brechen. Ebenfalls ist es wichtig, alle Einrichtungsgegenstände die umstürzen oder herabfallen könnten, gut zu befestigen. Schlangen haben enorm vie kraft und könnten sich sonst selbst begraben und schwer verletzen. Ebenfalls darf ein grosses Badebecken nicht fehlen. Obwohl Spitzkopfnattern nur selten daraus Trinken, nehmen sie doch gerne z.B vor einer Häutung ein ausgiebiges Bad.

Pflege

Zur Pflege der Spitzkopfnatter gehört, wie bei jeder Schlange auch, das tägliche entfernen des Kots, da sich sonst, durch die hohe Luftfeuchtigkeit, schnell Bakterien und Pilze bilden können. Ebenfalls zur träglichen Arbeit gehörtdas wechseln und auswechseln des Wasser bzw. Wasserbeckens, so wie tägliches Wasser sprühen damit die Luftfeuchtigkeit konstant bleibt.

Fütterung: Schlangen fressen auf Vorrat, das bedeutet, sie fressen eigendlichen immer wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Dadurch besteht die Gefahr die Schlange zu überfüttern und sie zu verfetten. Kürzere Lebenserwartung, Fettleber und Unfruchtbarkeit sind die häufigsten Folgen einer Verfettung. Wenn die Schlange aktiv im Terrarium umherstreift, ist sie in der Regel auf Futtersuche. Dies bedingt aber nicht sie sofort zu fütter. Lassen sie sie ruhig etwas suchen, denn in der Natur finden sie in der regel auch nicht immer gleich etwas zum fressen. Gut genährte Schlangen können auch ohen Probleme mehrwöchige (4 bis 8 Wochen) Futterpausen überstehen. Mit der Zeit bekommt man ein Gespühr für die Fütterungszeiten. Da die Spitzkopfnatter tagaktiv ist, würde ich auch durch den Tag füttern und nicht am Abend.

Meine Empfehlung:

- Junge Gonyosoma alle 5-7 Tage mit Pinkymäusen bis Springermäusen

- Semiadulte (halbwüchsige) Schlangen alle 7-14 Tage mit Springermäusen bis ausgewachsenen Mäusen oder kleinen Ratten.

- Adulte Spitzkopfnattern alle 14-28 Tage mit Mäusen/kleinen Ratten bis Springerratten

!! Das verfüttern von lebenden Futtertieren ist laut Tierschutzgesetz verboten !!

Zucht

Wie bei fast jeder Tierart, ist die Grundvoraussetzung für das züchten von Gonyosoma oxycephalum, das besitzen von einem männlichen und einem weiblichen Tier.

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